Warum es dir egal sein kann, was andere denken

Habe ich mich gerade blamiert?

Was denkt er/sie nur jetzt über mich?

Hab ich gerade etwas gesagt, was ich hätte lieber nicht sagen sollen?

Habe ich irgendetwas falsch gemacht?

Kommen dir solche Fragen irgendwie bekannt vor?

Dann bist du hier genau richtig!

In diesem Artikel lernst du wie du nicht mehr so viel Wert darauf legst, was andere über dich denken.

Eigentlich klingt es in der Theorie erstmal simpel, nicht so viel darüber nachzudenken was andere von dir halten. Aber in der Praxis sieht es meist ganz anders aus.

Die Gedanken anderer haben viel mehr Einfluss auf uns und unser Handeln als wir glauben.

Viele lassen sich sogar regelrecht von den Gedanken der anderen kontrollieren und beeinflussen.

Doch auf Dauer kann das nicht nur ziemlich nervig sein sondern im schlimmsten Fall sogar zu negativen Folgen wie Ängsten und Depressionen führen.

Ich persönlich kenne das noch sehr gut.

3 Gefahren die du meiden solltest

Ständig darüber zu grübeln, was andere über uns denken, kann uns das Leben echt zur Hölle machen.

Das Problem ist nämlich, dass wir uns dadurch sehr stark abhängig von den anderen machen und somit unseren eigenen Selbstwert meist stark vernachlässigen.

Kurz gesagt gibt es 3 große Gefahren auf die du unbedingt aufpassen solltest.

Gefahr 1: Du hebst andere auf ein Podest

Denkst du viel darüber nach was andere von dir halten?

Und tust du viel um anderen zu gefallen und auf gar keinen Fall schlecht dazustehen oder negativ aufzufallen?

Findest du, dass die anderen immer perfekt sind und alles richtig machen nur du selbst irgendwie nicht?

Dann begehst du aus meiner Sicht einen sehr großen Fehler…

Denn dadurch, dass du anderen gefallen möchtest und nicht schlecht dastehen willst, hebst du die anderen unterbewusst auf ein Podest.

Du kommunizierst damit, dass du selbst weniger Wert bist als die anderen und du erst etwas dafür tun musst, um den anderen zu gefallen und von ihnen gemocht zu werden.

Dabei sind solche Gedanken der völlig falsche Ansatz!

Du bist nämlich perfekt so wie du bist. Mit all deinen Stärken und all deinen Schwächen.

Und entweder die anderen akzeptieren das und damit dich so wie du bist oder sie lassen es. Ganz einfach!

 

Gefahr 2: Du stellst deine Bedürfnisse hinten an

Dadurch, dass du den anderen mehr Wert zuschreibst als dir selbst und immer versuchst, den anderen zu gefallen stellst du deine eigenen Bedürfnisse ganz hinten an.

Und das große Problem hierbei ist:

Je mehr du deine eigenen Bedürfnisse vernachlässigst, desto mehr schadest du dir selbst und deinem Selbstwert.

Macht doch auch irgendwie Sinn oder?

Angenommen du bist mit einem Freund am See baden und bekommst Hunger. Dein Freund möchte aber gerne noch eine Weile dort bleiben anstatt direkt zur Pizzeria zu fahren. Du hingegen möchtest deinen Freund nicht enttäuschen und bleibst ihm zuliebe noch am See und verzichtest auf deine Pizza.

Unterbewusst sagst du dir selbst wieder, dass dein Freund mehr Wert ist als du selbst. 

Und das glaube mir schadet deinem Selbstwert auf Dauer garantiert.

Denn je öfter du dich selbst klein machst, umso unsicherer wirst du und umso mehr negative Folgen wirst du mit der Zeit bemerken.

Also sorg unbedingt dafür, dass deine Bedürfnisse und Wünsche nicht zu Kurz kommen.

Deine Wünsche haben nämlich genau so Anerkennung verdient, wie die der anderen auch.

Gefahr 3: Du verstellst dich und deine Persönlichkeit

Eine authentische Persönlichkeit ist die Grundlage überhaupt für tiefgründige Beziehungen und echte Freundschaften.

Häufig machen viele aber genau das Gegenteil.

Sie verstellen sich und ihre wahre Persönlichkeit, nur damit sie nicht negativ auffallen und die anderen nicht schlecht über sie denken.

Wenn du auch dazu gehören solltest kann ich dir nur eines sagen:

Lass diesen Quatsch sein!

Du machst dich nicht beliebter dadurch, indem du eine Maske aufsetzt und jemanden vorspielst der du eigentlich gar nicht bist.

8 Tipps: Wie dir egal wird, was andere von dir denken

Seit über 5 Jahren beschäftige ich mich nun schon mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung. 

Und wenn ich eine Sache gelernt habe, dann ist es, dass die Gedanken der anderen über dich selbst nichts aussagen.

Und zwar wirklich absolut gar nichts!

Es sind und bleiben die Gedanken der anderen.

Und jeder Mensch hat andere Vorstellungen und Gedanken davon was normal und was nicht normal ist.

Also mach dich bitte nicht verrückt und sorg nicht ständig dafür allen zu gefallen.

Denn das ist einfach schlicht weg nicht möglich. Es wird immer Leute geben die dich mögen und welche geben, die dich nicht mögen.

 

Tipp 1: Sei nicht zu perfektionistisch

Überall muss immer alles perfekt sein.

In der Werbung haben alle den perfekten Körper, in der Schule sollen wir möglichst einem Musterschüler entsprechen und auch im Job muss alles so perfekt wie möglich sein.

Kein Wunder, dass wir also immer alles perfekt machen wollen.

Versteh mich bitte auf gar keinen Fall falsch! Ansprüche zu haben ist super, aber immer alles zu 100% perfekt zu machen ist einfach unmöglich.

Es setzt uns nur unnötig unter Druck und schwächt unser Selbstwertgefühl, da wir uns nie wirklich zufrieden geben werden.

Denn kaum haben wir etwas erldedigt zweifeln wir daran, ob es gut genug ist und was wir hätten besser machen können.

Und wenn wir einen Fehler gemacht haben, dann machen wir uns dafür häufig selbst schlecht.

Wir sind aber halt nunmal Menschen und keine Maschinen.

Und Menschen machen Fehler, das ist völlig normal.

Also mach auch ruhig mal Fehler. Denn jeder macht sie irgendwo.😉

 

Tipp 2: Habe ein positives Selbstbild

Wie du nun inzwischen hoffentlich weißt, kommt es gar nicht wirklich darauf an, was die anderen über dich denken, sondern viel mehr was du selbst über dich denkst.

Denn das, was du innerlich von dir selber denkst, strahlst du nach außen hin aus.

Wenn du also sehr wenig von dir selbst hältst werden andere das früher oder später merken.

Sorg also dafür, dass dein Selbstbild so positiv wie möglich ist und arbeite Schritt für Schritt daran, es noch positiver zu machen.

Eine gute Grundlage dafür ist mein Artikel zum Thema Selbstliebe, in dem du meine besten Übungen zusammengefasst bekommst um möglichst schnell so viel Selbstliebe wie nur möglich zu bekommen.

Tipp 3: Zieh dein Ding durch

Wir versuchen möglichst immer das zu machen, was die Gesselschaft als „normal“ ansieht, um bloß nicht irgendwie aufzufallen.

Dabei ist das in der Praxis kaum umsetzbar.

Denn was ist denn bitteschön überhaupt normal?

Jede Person hat doch ihre eigene Meinung was normal und was nicht normal ist.

Was für den einen normal ist ist für einen anderen wieder alles andere als normal.

Du wirst es also nie wirklich schaffen können, dein Ding durchzuziehen ohne irgendwo auf Ablehnung zu stoßen.

Merke: Egal was du machen willst, es wird immer Leute geben, die das was du vor hast gut finden und welche die das nicht gut finden.

Wir Menschen sind einfach nicht immer gleicher Meinung.

Deshalb konzentriere dich auf das was du machen willst und zieh genau das Durch.

Ein gutes Beispiel bin ich und meine Seite:

Meine Familie fand die Idee überhaupt nicht gut, dass ich einen Blog gründen möchte und anderen Menschen dabei helfen möchte, ihr Sozialleben zu meistern.

Aber ich hab mich davon nicht abhalten lassen.

Ein guter Kumpel von mir hingegen fand die Idee super, da er selbst viel von Persönlichkeitsentwicklung hält und hat mich letztendlich sogar hin und wieder dabei unterstützt.

Darum der nächste Tipp…

Tipp 4: Löse dich von der Meinung der anderen

Die Meinung der anderen ist für viele ein Maßstab von dem was richtig und was falsch ist.

Doch was viele dabei vergessen:

Sie lassen sich dadurch von den anderen massiv beeinflussen.

Wie bereits gesagt hat jeder seine eigene Meinung und Vorstellung wie man zu leben hat. Und genau das ist der Punkt hierbei.

Wenn ich mich ständig so verhalte wie XY es gerne hätte, dann lebe ich nicht mein Leben sondern das leben von XY.

Tipp 5: Stärke dein Selbstwertgefühl

Menschen mit einem geringen Selbstwertgefühl machen sich am meisten Sorgen darüber, was andere über sie denken.

Kein Wunder, denn sie ziehen ihren Selbstwert oft aus der Anerkennung der anderen.

Sie holen sich die Bestätigung von außen.

Doch das ist keine gute Idee. 

Denn so müssen sie ja dauerhaft dafür sorgen, dass die anderen gut von ihnen denken, um sich selbst nicht schlecht zu fühlen.

Meine Empfehlung:

Stärke dein Selbstwertgefühl und hol deine Bestätigung aus dir selbst.

Tipp 6: Hab das richtige Umfeld

Unser Umfeld hat einen viel größeren Einfluss auf das eigene Leben als viele denken.

Darum ist es so enorm wichtig, auf das Umfeld zu achten und zu schauen, welche Leute uns wirklich gut tun.

Wenn du beispielsweise merkst, dass ein Freund ständig von dir erwartet, dass du immer nach seiner Nase tanzen sollst, dann ist er möglicherweise kein richtiger Freund für dich.

Oder wenn sich ein Freund hinter deinem Rücken über dich lustig macht, solltest du dir genau so die Frage stellen, ob er dir wirklich gut tut.

Woran du echte Freunde erkennst und eine ausführliche Anleitung wie du dir coole Leute in dein Umfeld holst, die dich motivieren und dein Leben positiv beeinflussen erfährst du übrigens in meinem Artikel zum Thema Neue Freunde finden.

Tipp 7: Mach dir klar, dass jeder mit sich beschäftigt ist

Die anderen sind viel mehr mit sich selbst beschäftigt wir es oft denken.

Während wir uns Sorgen darüber machen, ob wir gerade etwas Falsches gesagt haben denkt der andere wahrscheinlich gerade darüber nach, was er als nächstes sagen kann.

Und selbst wenn du mal etwas Peinliches sagen solltest, wird sich dein Gegenüber vielleicht kurz darüber amüsieren aber er wird es kurz darauf schon wieder vergessen und über sich selbst und seine eigenen Probleme nachdenken.

Also hör auf ständig darüber zu grübeln, was die anderen denken.

Sie denken nämlich die meiste Zeit genau wie du über sich selbst und ihre eigenen Probleme nach.

Tipp 8: Die Gedanken der anderen sind deine Gedanken

Auch wenn es jetzt vielleicht erstmal etwas verwirrent klingt oder du es nicht wirklich glauben kannst:

Die Gedanken der anderen sind in Wirklichkeit deine Gedanken.

Denn das was die anderen in Wirklichkeit denken ist meistens nicht mal annähernd das was du denkst.

2 Übungen wie dir direkt egal wird was andere denken

So. Nun mal wieder genug Theorie gemacht, das heißt es wird Zeit für die Praxis. Denn ich kann es einfach nicht oft genug sagen:

Die Praxis ist das woran die meisten scheitern. Praxis ist das was wirklich zählt!

Darum habe ich für dich 2 geniale Übungen, die du direkt in die Praxis umsetzen kannst.

Also let‘s go!

Übung 1: Die peinliche Story

Diese Übung ist ideal wenn du dir sehr viele Gedanken darüber machst was deine Freunde und Bekannten über dich denken.

Bei der Übung erzählst du einem Freund oder Bekannten von dir etwas sehr Peinliches über dich. Dies könnte eine kleine Story sein, die du auch erfinden kannst und auch später aufklären kannst, dass es nur ein kleiner Spaß war.

Erzähle einem Freund oder Bekannten von dir zum Beispiel, dass du gestern mit einer Freundin shoppen warst und es richtig Spaß gemacht hat ihre Kleider anzuziehen.

Auch wenn die Übung sehr peinlich ist, so wird sie dir dabei helfen in Zukunft nicht mehr so viel darüber nachzudenken, was deine Freunde von dir denken.

Übung 2: Der betrunkene Clown

Diese Übung wird dir sehr helfen, wenn du dir häufig in der Öffentlichkeit Gedanken darüber machst was fremde Leute von dir denken. Sie erfordert am Anfang viel Überwindung ist aber auch sehr wirkungsvoll.

Gehe hierzu an einen Ort in deiner Stadt an dem viel los ist und laufe 5 Minuten wie ein Betrunkener durch die Gegend am besten mit einem Übertriebenen Grinsen. Wenn du eine Clownsmütze hast kannst du diese dazu aufsetzen.

Dabei wirst du sehr schnell bemerken, dass die meisten dich gar nicht wirklich beachten werden.

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